26. April 2026

Wandertipp - Achtermannshöhe

Die „Königs-Etappe“ – Von der Achtermannshöhe zu den Hahnenkleeklippen bis nach St. Andreasberg

Was dich erwartet

      Diese etwa 15 Kilometer lange Wanderung startet an der Bushaltestelle bzw. dem Parkplatz Oderbrück. Du kommst unkompliziert mit dem Bus (820) von der Haltestelle "Clausthaler Straße" dahin. Die Wanderroute führt dich dann direkt wieder zurück nach St. Andreasberg zur Clausthaler Straße. Es handelt sich also nicht um einen Rundweg.

      Die Strecke ist insgesamt als mittelschwer einzustufen, wobei die meisten Abschnitte angenehm zu gehen sind. Lediglich der Wendeltreppenstieg fordert zum Schluss noch einmal etwas mehr Kondition. Insgesamt sollte man mindestens 3 - 4 Stunden einplanen. Freunde der ausgeprägten Pausen auch gern 2 Stunden länger.

      Der Weg ist sehr abwechslungsreich und reicht von schmalen Pfaden bis hin zu breiten Forstwegen, Asphalt spielt so gut wie gar keine Rolle. Zu den Highlights zählen die Achtermannshöhe, die Hahnenkleeklippe sowie 3 Stempelstellen der Harzer Wandernadel.

      Die Tour eignet sich gut für Wanderer mit etwas Ausdauer sowie für Hundebesitzer, wobei im gesamten Nationalpark Harz Leinenpflicht gilt. Für Kinder ist die Strecke aufgrund der Distanz eher nicht zu empfehlen, für Kinderwagen ist sie definitiv nicht geeignet.

      1. Lockerer Start mit Option auf Kaffee – Haltestelle Oderbrück

      Los geht’s an der Haltestelle Oderbrück. Du kommst mit dem 820er Bus von der Haltestelle "Clausthaler Straße" unkompliziert da hin.

      Und bevor du überhaupt losläufst: Da steht eine kleine, feine Holzbude – die Kaffeeklappe Oderbrück.

      Hier bekommst du Kaffee, Snacks und kannst dich an die Tische und Bänke setzen. Ganz ehrlich: Warum nicht direkt mit einer kleinen Stärkung starten?

      Der Weg zur Achtermannshöhe steigt moderat an – nichts Brutales, aber durch Steine und Wurzeln hast du immer ein bisschen „Augen auf beim Wandern“-Feeling. Trittsicherheit und stabile Knöchel schaden also nicht. Bis zum ersten Etappenziel sind es etwa 2 km.

      Felsiger Weg zur Achtermannshöhe

      2. Oben ist’s einfach gut – Achtermannshöhe & Achtermannstor

      Am Fuß der Achtermannshöhe findest du eine Schutzhütte mit einem Stempelkasten (HWN 012) und einen Freilicht-Picknickplatz. Neben Informationstafeln zum WaldWandel (Pessimisten nennen es Waldsterben) wird auf einer Holztafel die Geschichte vom "Kamel am Achtermann" erzählt.

      Oben angekommen erwartet dich ein richtig starker 360-Grad-Panoramaausblick. Neben Brocken und Wurmberg ist auch der Rehberg in der Nähe von Sankt Andreasberg zu sehen – Harz-Panorama vom Feinsten.

      Aussicht von der Achtermannshöhe zum Bocken (links) und Wurmberg (rechts)

      Der Gipfel selbst ist felsig, ein bisschen Kraxeln gehört dazu – macht aber genau den Reiz aus.

      Der Abstieg Richtung Süden führt durch das sogenannte Achtermannstor – zwei markante Felsen, die wie ein Tor wirken. Der Weg ist auf dem Wegweiser als "schwierig" klassifiziert - kann ich so nicht bestätigen. Er ist halt nicht kinderwagentauglich und man sollte nicht unachtsam nur zum Himmel gucken.

      Blick auf das Achtermannstor

      3. Klassische Harz-Einkehr – Königskrug

      Unten angekommen erreichst du Königskrug mit dem gleichnamigen Restaurant.

      Rustikal, ehrlich, ohne viel Tamtam. Genau richtig nach dem ersten Abschnitt.
      Und ganz wichtig: Im Harz fast schon Pflichtprogramm – Windbeutel!

      4. Entspannter Weg, großes Etappen-Finale – Hahnenkleeklippen

      Der Weg von Königskrug weiter zu den Hahnenkleeklippen ist erstmal unspektakulär: breit, geschottert, relativ gerade. Im Sommer könnte hier die Sonne für einen ungewollten Bräunungsbooster sorgen.

      Kurz vor den Klippen kommst du an die Hegemeister-Hartmann-Hütte mit dem Stempelkasten der Hahnenkleeklippen.

      Schutzhütte mit Stempelstelle

      Aber: Wenn es nicht gerade regnet, heb dir deine Pause lieber noch auf.
      Von dort sind es nur etwa 400 Meter bis zu den Klippen – und dort ist es einfach deutlich schöner.

      An den Klippen erwartet dich noch ein Freiluft-Picknickplatz und eine Aussicht, bei der du automatisch langsamer wirst.

      Abseits des Mainstream

      Kleiner Insider: Links vom Hauptspot gibt’s noch weitere Felsen. Wenn du trittsicher bist und Lust auf ein „Mini-Abenteuer“ hast, kannst du dich dort etwas durchs Gelände schlagen – deutlich ruhiger als an den Hauptspots.

      5. Weiter zum Rinderstall – mit Plan B am Wochenende

      Von den Hahnenkleeklippen sind es etwa 4 km bis zur Waldgaststätte Rinderstall. Mitten im Nationalpark gelegen ist sie nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar.

      Wichtig zu wissen:

      • Öffnung meist nur an Wochentagen,
      • Am Wochenende: Automaten mit Kuchen & Snacks,
      • Eigene Verpflegung bitte nicht im direkten Gastrobereich verzehren

      Aber: Kein Problem! Etwas außerhalb gibt’s eine Picknickbank (inkl. Stempelstelle). Perfekt für deine eigene Pause.

      Waldgaststätte Rinderstall mit Stempelstelle

      6. Finale mit Charakter – der Wendelreppenstieg

      Jetzt wird’s nochmal sportlich – der Wendelreppenstieg wartet.

      Schmal, steil, ein bisschen schweißtreibend… und irgendwie macht genau das Spaß.
      Der Gedanke „Warum tu ich mir das an?“ wird bei dem einen oder anderen aufkommen. Aber keine Panik - es geht nicht ewig so weiter.

      Windel- oder Wendeltreppenstieg - beides ist richtig

      Oben angekommen bist du noch nicht ganz durch: Ein Stück weiter rechts geht’s nochmal leicht bergauf. Oben wartet zur Belohnung noch eine schöne Picknickstelle mit Blick hinunter auf den Rinderstall. Falls erforderlich kannst du hier deinen Puls im Sitzen zähmen.

      7. Der entspannte Ausklang

      Von hier geht’s gemütlich weiter Richtung St. Andreasberg. Du wanderst durch das Naturschutzgebiet Bergwiesen vorbei und landest – wenn du mit dem Bus gestartet bist – genau wieder an deiner Starthaltestelle.

      Sauber geplant, würde ich sagen.

      Fazit: Genau die richtige Mischung

      Diese Tour hat alles:
      Aussicht, Abwechslung, 3 Stempel, ein bisschen Abenteuer und genug Gelegenheiten zum Durchatmen (oder Kuchen essen).

      Und das Beste: Du kannst dir die Strecke so einteilen, dass sie fordernd ist – aber nie überfordert.

      Und danach? Genau das, was du jetzt brauchst.

      Nach so einer Tour hast du dir Entspannung verdient.

      In unserer Ferienwohnung wartet auf dich:

      • eine heiße Dusche
      • eine Sauna für müde Beine
      • und sogar eine Yogamatte, falls du deinen Muskeln noch etwas Gutes tun willst
      • oder du chillst dich einfach mit einem frisch gekochten Kaffee auf die Terrasse und lässt den Tag ausklingen.

      Klingt nach einem ziemlich guten Tagesabschluss, oder?

      Hier geht’s zur Buchung

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